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Mittlerweile ist es draußen dunkel geworden. Wir sind die einzigen westlichen Touristen im Abteil - im ganzen Zug, wie es uns scheint. Nach einer Weile beobachten wir ein merkwürdiges Verhalten der Einheimischen: auf dem Boden werden Zeitungen ausgebreitet, auf denen es sich die Frauen "bequem" machen, während sich die Männer zur Nachtruhe auf den Sitzen ausbreiten.

Bus von Innen



Anfangs amüsieren wir uns noch über die Karawane von Händlern, die sich bei jedem Halt (und davon gibt es auf den ersten 300 Kilometern etliche) ihren Weg laut schreiend durch den Zug bahnt. Doch je später die Nacht wird, desto aggressiver versuchen einige von denen ihre "Kunst" unters Volk zu bringen.

Von Plüschtieren über Kissen und Suppen bis hin zu einer laut singenden Combo mit Gitarre ist alles vertreten. Sogar ein Typ mit Besen wedelt unter den Sitzen rum, um kurz darauf die Hand aufzuhalten.

Kurz vor Sonnenaufgang kommen wir am Bahnhof in Semarang an. Wir irren eine Weile auf dem Bahnsteig rum und stellen schnell fest, dass wir die einzigen Ausländer hier sind. Wäre ja nicht weiter schlimm, aber von den Einheimischen spricht niemand auch nur ein Wort Englisch. Jede Frage wird mit dem obligatorischen Kopfnicken beantwortet. Echt super!

Semarang



Nach langem rumirren lassen wir uns von einer Fahrradrikscha zu einem Hotel fahren. Muss wohl ein recht komisches Bild gewesen sein; zwei Typen mit dicken Rucksäcken werden von einem alten Mann durch den morgendlichen Berufsverkehr der Stadt kutschiert.

Auf den ersten Blick ist Semarang eine ziemlich verwahrloste Stadt. (Wohl auch ein Grund, warum wir hier fast keine Fotos gemacht haben)
Auch sehen wir hier keinen einzigen Touristen. Nach langem Hin und Her finden wir den, wie es uns scheint, einzigen Bewohner, der der Englischen Sprache mächtig ist. Er erklärt uns sehr freundlich bei welchem Tickethändler wir unsere Fahrscheine für die Weiterfahrt mit dem Bus nach Surabaya bekommen.





Gästebuch Surabaya